Nach dreimonatiger Blog-Abstinenz, hier mal wieder ein paar Gedanken – diesmal zur derzeitigen Lage in Ägypten.
Es gibt manche, die sagen, dass Social-Media-Plattformen *die* Treiber der Revolution in Ägypten sind. Und andere, die darauf nur mit einem Kopfschütteln antworten. Unbestritten ist, dass das Mobiltelefon eine Schlüsselrolle in der Organisation und auch der Öffentlichmachung der Ereignisse in Ägypten spielt.
Und Social Media? Ohne Social Media wären die Ereignisse vielleicht ähnlich verlaufen – dank Mobiltelefon. Aber dank Social Media bekommen wir, die wir in unserer “heilen” westlichen Welt leben, etwas vom Chaos mit. First hand. Über Twitter, über Facebook und über YouTube, wo Augenzeugen und Revolutionäre ihre Gedanken, Bilder und Videos hochladen. Das lässt uns mehr mitfühlen, als distanzierte, journalistische Beiträge (Al Jazeera mal ausgenommen – die Live-Berichterstattung dieses Senders ist sehr kraftvoll und dass Al Jazeera seine Bilder und Video unter CC-Lizenz freigibt, ist auch lobenswert).
Deswegen denken auch über die Kill Switch nach, über Datenschutz und Revolution in Österreich.
Danke, Ägypten. Danke, Twitter. Danke, Al Jazeera.
